Hier sehen Sie, warum Karlsruhe keine zweite Rheinbrücke (für den Autoverkehr) braucht, sondern bessere Luft und eine Kurtaxe, denn hier gibt es für Rad fahrende und zu Fuß laufende Touristen unheimlich viel zu sehen, und vieles ist auch mit Tafeln beschriftet und erklärt.
Wir nutzen das extreme Niedrigwasser beim Rheinstrandbad Rappenwörth, um den Weg
am Altrhein entlang zum Rheinufer zu fahren. Es ist zwar nicht möglich, bis zum
Rheinufer zu gelangen, weil nämlich vorher ein Seitenarm des Altrheins quert,
aber auch bis dort hin konnten wir bisher nie fahren.
Es ist kalt, deutlich Minusgrade, die Pfützen sind gefroren. Die Sonne scheint,
daheim herum zu hängen, wäre eine Schande. Meine Frau wollte in Maulbronn wandern,
da es dort aber zweistellige Minusgrade hat, beschloß sie, daß dies zu kalt sei.
Zum Radfahren hier (bei ein paar Grad unter Null) sei es erst recht zu kalt.
Die Fahrradsaison aber ist der Winter. Im Sommer ist es oft viel zu heiß. Ich
montiere also die GoPro Hero 3 Black Edition auf dem Lenker und fahre los. Meine
Frau fährt nicht mit, so kann man dann mal wieder richtig durchschwitzen. Am
Kühlen Krug schalte ich die Kamera ein und zeichne die Fahrt auf, bis der Akku
leer ist. Etwa 70 Minuten hält der Akku bei diesen Temperaturen. Auf dem Rückweg
etwa beim Karlsruher Energieberg geht ihm die Energie aus. Die Kapazität der
32GB Micro-SD-Karte hätte noch für etwa 20 weitere Minuten gereicht.
Entlang der Alb ist das Hochwasser soweit zurück gegangen, daß nur noch beim Energieberg
auf der linken Flußseite der Weg überflutet ist. Am Rhein sind die Reste des
Hochwassers gefroren. Das Eis bricht lautstark krachend beim Überfahren unter
dem Gewicht von Mann und Fahrrad. In der Burgau ist die Straße bei den Moorfröschen
überflutet und mit einer zentimeterdicken Eisdecke überfroren. Auch dies birst
lautstark beim Durchfahren mit dem Fahrrad; Zu Eis gefriert das Wasser an den
Felgen, so daß es nötig ist, die Bremsen zu betätigen, um das Eis von den Felgen
zu schaben, damit es nicht etwa zum Bremsversagen kommt. Die Füße sind auch naß
geworden, da die Überflutung deutlich tiefer war, als erwartet, so daß jede Menge
Wasser in die Schuhe geschaufelt wurde.
Jetzt gebe ich wieder volle Kraft in die Pedale, denn mit dem Wasser in den Schuhen
werden mir die Füße kalt.
Unter der Brücke der Durmersheimerstraße über die Alb wird gerade ein neues Graffiti
skizziert und an einem, das auf dem Herweg schon zu sehen war, weiter gearbeitet.
Wahrscheinlich soll auch noch ein drittes links daneben, wo schon rot grundiert
aber noch nichts skizziert ist.
Meine Frau schickt mir eine iMessage, daß sie nun doch noch zum Wandern nach Maulbronn
gefahren sei, um halb drei wolle sie wieder daheim sein. Inzwischen hat sie angerufen,
die Strecke sei statt 10km zwei Kilometer länger, so daß sie wohl erst nach drei
zum Kaffee komme.
Wie gut, daß ich nicht gekocht habe, wollte ja schließlich den ersten Biathlon-Sieg
von Hulk Hogan (Erik Lesser) sehen, hat dann aber doch nur zu Platz 14 gereicht.
So gibt es denn Rollbraten dann erst heute Abend. Um drei kann ich ja dann mal
Kaffee aufstellen, denn auf den Punkt zur angesagten Zeit kam meine Frau noch
nie.
Dieses Jahr haben wir noch überhaupt keine Sonne gesehen; heute morgen ließ sie
sich mal wieder blicken, was sofort für eine klein Radtour durch die Burgau an
den Rhein genutzt wurde. Jetzt ist die Sonne schon wieder weg.
Der Federbach wird entweder durch das Hafenbecken hindurch oder in einer Rohrleitung
unter dem Hafenbecken hindurch hier her gelietet, um dann noch etwas weiter
nördlich in den Knielinger See zu münden.
Der Waldweg entlang des Federbachs ist eine Sackgasse. Hier sieht man das noch nicht.
Fährt man in die andere Richtung, dann gelangt man zum Rheinhafen.
Eine der Tafeln, deren Duplikate normalerweise auf dem Platz der Grundrechte
stehen, steht hier am Maxauer Kopf, wo der Rheinhafen in den Rhein mündet.
Von der Allmend kommend höre ich es bei der Eggensteiner Straße bimmeln wie von
einer Schafherde, und tatsächlich da wandert eine Schafherde die Straße entlang,
um dann gegenüber vom Holzbierebuckel auf der Wiese einzukehren.
Da ich noch nie auf dem Holzbierebuckel
war, fahre ich heute mal hoch, um den Hügel, der aus Abraum des Südtangentenbaus
entstanden und mit der Holzbirne bepflanzt ist, zu erkunden.
Es liegt noch sehr viel Silvesterdreck, Feuerwerkskörper, Plastik, Scherben etc.
herum. Der Dreck muß weg, bevor das Gras wächst, damit er nicht einwächst.