Hier sehen Sie, warum Karlsruhe keine zweite Rheinbrücke (für den Autoverkehr) braucht, sondern bessere Luft und eine Kurtaxe, denn hier gibt es für Rad fahrende und zu Fuß laufende Touristen unheimlich viel zu sehen, und vieles ist auch mit Tafeln beschriftet und erklärt.
Die Schwäne, die wir sonst immer im innerstädtischn Bereich der Alb bei der Günther-Klotz-Anlage
sowie der Albsiedlung gesehen haben, sind nun weiter Alb abwärts gezogen. Wahrscheinlich
werden sie dort weniger von hirnlosen Hundehaltern gestört.
Kurz vor Erreichen der B10 Schnellstraße mündet von links kommend der Federbach,
der Ausfluß aus dem Knielinger See, in die Alb. Normalerweise ist hier alles
mit Brennesseln und krautigen Stauden überwuchert, so daß man gar nicht bis hier hin
auf die Buhne gelangt, aber jetzt ist hier alles gerodet, so daß man überhaupt
erst wahrnimmt, daß hier ein Gewässer in die Alb mündet.
Weiter Alb abwärts im Bereich der Raffinerien sind immer wieder Schwäne auf der
Alb zu sehen. Es ist also nicht so, daß keine Schwäne mehr da seien, sondern
sie haben sich einfach Fluß abwärts zurückgezogen.
Durch das Wehr fließt Rheinwasser in das Flußbett der Alb. Die Alb mündet zum
überwiegenden Teil stromaufwärts beim Ölhafen in den Rhein, nur ein jämmerliches
Rinnsal fließt weiter im eigentlichen Flußbett. Das meiste Wasser kommt hier
aus dem Rhein.
Das Wehr in der Alb verhindert, daß das Wasser der Alb in ihrem Flußbett weiter
Richtung Leopoldshafen fließt. Statt dessen fließt es durch ein Wehr beim Ölhafen
von Karlsruhe direkt in den Rhein.
An der Alb sieht man immer wieder Schwäne mit ihren Küken. Jetzt im Mai ist dieses
Schwanenpaar noch komplett. Später wird sie zur Alleinerziehenden und die Küken
zu Halbwaisen werden, weil ein nicht angeleinter Hund das Schwanenmännchen angefallen
und getötet hat.
Da müssen wir unten drunter durch, um auf die andere Seite der B10 zu gelangen,
da auf dieser Seite der Weg keine Verbindung zum Radweg entlang der B10
hat. Unter der Brücke können hochgewachsene Menschen nur gebückt ihr Fahrrad
schieben. Fahrrad fahren ist weder unter der Brücke noch an den Böschungen möglich.
Mit dem Fahrrad ist der Weg hier etwas beschwerlich, Fahren unmöglich; schieben
ist angesagt. Erstaunlicherweise wird gerade dieser Weg vornehmlich von Radfahren
genutzt, obwohl man an eben dieser Engstelle absteigen und schieben muß.
Nach unterqueren der Brücke und erklimmen der Böschung ist der Radweg an der Alb
entlang wieder geteert. Links im Bild befindet sich die Brücke der B10 über die
Alb, rechts führt eine Eisenbahnbrücke über die B10, die zu den Raffinerien
führt. Die Alb fließt hier im Anschluß zwischen den Raffinerien hindurch.
Die meisten Stichwege in den Rheinauen zum Rhein hin sind Sackgassen, so auch dieser.
Aber auch wenn man nach wenigen Hundert Metern umkehren muß, oder auch mal auf
einer längeren Insel umkehren muß, so lohnt es dich dennoch, die Stichwege hinein
zu fahren und zu gucken, was es zu sehen gibt, und sei es nur, um von den Stechmücken
zur Ader gelassen zu werden.
Einen weiteren Stichweg hinein gefahren gelangt man zur Mündung des Altrheins
in den Rhein.
Bei dieser Furt waren wir schon einmal; damals war der Wasserstand wesentlich
höher, so daß der hier trockene Damm mit einer starken Strömumng überschwemmt
und somit nicht ohne Gefahr begehbar war. Befahren mit den Fahrrad wäre damals
unmöglich gewesen, da man den Damm im strömenden Wasser nicht richtig sehen
konnte und somit leicht verfehlt hätte. Diesmal aber war der Damm befahrbar,
so daß wir uns diesmal bis an den Rhein vor wagten.
Kurz vor der Mündung der Alb in den Pfinzentlastungskanal weitet sich die Alb zu
einer Art See aus. Vermutlich handelt es sich um einen Baggersee im Flußbett.
Das auf Gemarkung Eggenstein-Leopoldshafen gelegene ca. 32 ha große Schmugglermeer
liegt inmitten einer noch immer idyllischen und intakten Rheinauelandschaft. Sie
hat ihr Aussehen über die Jahrhunderte nur geringfügig verändert. Der Vorläufer
des Sees war eine ehemalige Rheinschlinge, die bei der Rheinregulierung rechtsrheinisch
zu liegen kam. Um 1950 bedeckten den seinerzeit schilfumwachsenen See noch große
Blätterteppiche mit langstieligen Wasser- und Seerosen. Das Altwasser wird vom
Anglerverein Eggenstein mitbefischt.
Weitere Details zu dem Gewässer können beim
Anglerverein Karlsruhe 1897 e.V.
nachgelesen werden, von wo auch obiges Zitat stammt. Mit meiner Vermutung, daß es
seine heutige Form wohl der Nutzung als Baggersee verdankt, lag ich also nicht
so falsch.
Im weiteren Verlauf verjüngt sich die Alb wieder und mündet dann nach einer Linkskurve
in den Pfinzentlastungskanal, der seinerseits dann ein paar Hunder Meter weiter in den Rhein mündet.
Hier ist die Alb bereits in den Pfinzentlastungskanal eingemündet. Nach der am
Horizont zu sehenden Metallbrücke des Parallelwegs mündet der Kanal wenige Hundert
Meter weiter in den Rhein.
In die andere Richtung geht es Kanal aufwärts. Der Pfinzentlastungskanal trennt
Eggenstein und Leopoldshafen von einander. Bei dieser Blickrichtung liegt Eggenstein
rechts und Leopoldshafen links vom Kanal. Der bei der rot-weißen Schranke links
abbiegende Damm führt zum Hafen und Vogelpark von Leopoldshafen.
Der halbe Stamm dieses großen Baumes mit etwa einem ganzen Meter Stammdurchmesser
ist durch diesen tiefen Riß durchtrennt, aber der Baum lebt noch und scheint damit
kein erkennbares Problem zu haben.
Die Geländekarte von Google scheint sehr alt zu sein, denn der Ölhafen,
der seit 1963 existiert, ist hier als Berg eingezeichnet. Auch fließt das Wasser
der Alb bei Leopoldshafen nicht wie auf der Karte dargestellt rechts an dem See
vorbei, sondern durch den See hindurch. Allenfalls bei Hochwasser mag auch rechts
am See vorbei noch Wasser fließen.